WM 2026: Nagelsmanns Kader-Puzzle – wer fährt mit nach Nordamerika?

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Die Weltmeisterschaft 2026 wirft längst ihren Schatten voraus und das nächste globale Fußball-Mega-Spektakel verspricht schon jetzt jede Menge Spannung. Ab dem 11. Juni 2026 rollt der Ball, und auch wenn bis dahin noch einige Wochen vergehen, laufen die Planungen bei den Top-Nationen bereits auf Hochtouren. Für DFB-Coach Julian Nagelsmann wird es spätestens im Mai ernst: Dann muss er seinen finalen 23-Mann-Kader nominieren.

Deutschland bekommt es in Gruppe E mit Curaçao, der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun – eine machbare, aber keineswegs zu unterschätzende Aufgabe. Für Fans und Tipper beginnt die WM aber schon jetzt: Bei bwin laufen die ersten Langzeitwetten, von Turniersieger bis Torschützenkönig. Klar ist: Wer früh einsteigt, kann sich besonders attraktive Quoten sichern.

Doch bevor der Blick Richtung WM geht, stellt sich eine zentrale Frage: Wer schafft es überhaupt ins DFB-Aufgebot? bwin nimmt den Kader unter die Lupe – von sicheren Startern bis zu den letzten Wackelkandidaten und möglichen Überraschungen.

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Tor: Gibt's noch ein Sensationscomeback?

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Diese Spieler sind gesetzt

Die Torhüterfrage ist die wohl am heißesten diskutierte Personalie im Nationalteam. Seit dem Rücktritt von Manuel Neuer ist diese Position im DFB-Team vakant. Fix scheint nur, dass Oliver Baumann mit zur WM fahren wird. Der Hoffenheim-Schlussmann erlebt mit 35 Jahren seinen zweiten Frühling und spielt in der Bundesliga eine bärenstarke Saison. In der WM-Quali stand Baumann in allen sechs Spielen zwischen den Pfosten und auch im Testspiel gegen die Schweiz schenkte Nagelsmann ihm das Vertrauen. Sollte nichts großartiges mehr passieren, wird Baumann die WM als deutsche Nummer eins in Angriff nehmen.

Als zweiter Goalie kann Alexander Nübel mit einem Sommer-Aufenthalt in Nordamerika planen. Seit Neuers Rücktritt 2024 war der Stuttgart-Keeper immer dabei. Er spielte zwar nur zweimal von Anfang an, doch der Einsatz im Testspiel gegen Ghana über 90 Minuten beweist das Vertrauen, das Nagelsmann in den 29-Jährigen setzt.

Das sind die Wackelkandidaten

Das Rennen um die Nummer drei im Tor ist hingegen komplett offen. Beim letzten Lehrgang war Jonas Urbig erstmals dabei. Das Bayern-Talent musste allerdings verletzt abreisen und wartet noch auf sein A-Team-Debüt. Weitere Kandidaten sind Augsburgs Finn Dahmen, der für Urbig nachnominiert wurde und in der Quali regelmäßig dabei war und Freiburgs Noah Atubolu.

Hier müsste ein Wunder passieren

Marc-André ter Stegen wäre mit seinen 44 Länderspiel-Einsätzen eigentlich gesetzt und galt als legitimer Neuer-Nachfolger, wäre da nicht sein Oberschenkel. Nach nur zwei Spielen bei seinem neuen Club Girona in LaLiga verletzte sich der 33-jährige abermals schwer. Julian Nagelsmann attestierte ihm zuletzt eine "sehr, sehr geringe Chance" auf eine WM-Teilnahme. Wäre der Ex-Barca-Keeper fit, wäre er wohl gesetzt.

Eine kleine Resthoffnung auf ein Sensations-Comeback gibt es auch noch bei Manuel Neuer. Der 40-Jährige beweist in der aktuellen Saison bei Bayern (speziell in der Champions League), dass er weiterhin zu den besten Torhütern der Welt gehört. Neuer hat seine Nationalteam-Karriere aus persönlichen Gründen beendet und bestätigte diese Entscheidung zuletzt. Immer wieder gab es Gerüchte, um ein belastetes Verhältnis zwischen ihm und Julian Nagelsmann. Neuer dementierte diese aber bereits. Dennoch: Eine kleine Resthoffnung der DFB-Fans bleibt. Man weiß ja nie.

Ganz zarte Außenseiterchancen dürfte nach zuletzt starken Leistungen Gladbach-Goalie Moritz Nicolas besitzen. Der 28-Jährige wartet noch auf seine erste DFB-Nominierung. Die Rufe danach wurden in letzter Zeit aber lauter.

Verteidigung: Bayern-BVB-Achse in der Innenverteidigung?

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Diese Spieler sind gesetzt

In der Innenverteidigung sind Jonathan Tah (FC Bayern), Nico Schlotterbeck, der vor kurzem seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängerte, und Reals Antonio Rüdiger gesetzt. Dieses Trio matcht sich um die zwei Stammplätze in der Zentrale. Tah und Schlotterbeck scheinen aktuell die Nase vorn zu haben.

Rechts hinten ist Kapitän Joshua Kimmich nicht wegzudenken – anders als bei den Bayern, wo er die Fäden in der Zentrale zieht. Links hinten ist das Rennen offener. Die besten Chancen auf einen Platz in der Startelf hat wohl Leipzigs David Raum, der zumindest sein WM-Ticket fix in der Tasche haben sollte.

Das sind die Wackelkandidaten

Hinter diesen fünf Fixstarten herrscht ein dichtes Gedränge um die restlichen Kaderplätze. In der Innenverteidigung dürfte Waldemar Anton (BVB) die besten Karten haben. Der 29-Jährige lief immerhin schon zwölfmal für die Nationalmannschaft auf und war in der Quali stets mit von der Partie. Newcastles Malick Thiaw darf sich dank starker Leistungen in der Premier League ebenfalls berechtigte Hoffnungen machen.

Auf den Außenverteidiger-Positionen ist das Rennen noch offen. Josha Vagnoman (VfB Stuttgart) und Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) durften sich zuletzt beweisen. Vor allem Letzterer konnte seine Chance nutzen. Maximilian Mittelstädt spielt eine starke Saison mit Stuttgart und hat die Erfahrungen der EM 2024 als Stammspieler vorzuweisen.

Hier müsste ein Wunder passieren

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Aufgrund der sehr hohen Dichte in der Abwehr wird es schwer für andere Spieler noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Frankfurt-Kapitän Robin Koch war in der Quali viermal dabei, braucht aber genauso ein Wunder wie Monacos Thilo Kehrer.

Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt) wäre ein realistischer Kandidat auf einen Kaderplatz gewesen, doch eine Sprunggelenksverletzung beendete seine Saison vorzeitig und damit wohl auch die WM-Träume des 22- Jährigen. Leipzigs Ridle Baku dürfte als Rechtsverteidiger trotz Einsätzen in der Quali eher kein Thema sein.

Als Dark Horse muss man Serie-A-Legionär Robin Gosens auf dem Zettel haben. Der 31-Jährige zeigte in den vergangenen Wochen ansprechende Leistungen beim AC Florenz und hat bereits 24 Länderspiele in den Beinen. Gosens war allerdings zuletzt im Mai 2025 beim Nations League Final Four Teil des Kaders.

Mittelfeld: Setzt Nagelsmann auf Wirtz und die Bayern?

Diese Spieler sind gesetzt

Das defensive Mittelfeld ist so umkämpft wie schon lange nicht mehr. Ein klares Stamm-Duo im 4-2-3-1, in dem Deutschland bei der WM aller Voraussicht nach agieren wird, kristallisiert sich noch nicht heraus.

Bayerns Leon Goretzka hat ob seiner Erfahrung (69 Länderspiele) aber zumindest einen Kaderplatz sicher. Das gleiche gilt wohl für Stuttgarts Angelo Stiller, der in beiden Testspielen im März gegen Ghana und die Schweiz in der Startelf stand. Auch Pascal Groß (Brighton) wird im Flieger nach Nordamerika sitzen. Dasselbe gilt für Bayern-Jungstar Aleksandar Pavlovic, der den letzten Lehrgang wegen Hüftproblemen verpasste. Über eine Bayern-Achse mit Pavlovic und Goretzka in der Startelf wurde zuletzt immer wieder spekuliert.

Ein klareres Bild ergibt sich eine Reihe weiter vorne. Florian Wirtz (Liverpool), Jamal Musiala und Serge Gnabry (beide Bayern) haben nicht nur ihren Kaderplatz sicher, sondern werden – sofern Musiala zu 100 Prozent fit ist – wohl auch in der Startaufstellung stehen. Türkei-Legionär Leroy Sané (Galatasary Istanbul) ist als Joker ebenfalls fix eingeplant.

Das sind die Wackelkandidaten

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Hinter dem Quartett Pavlovic, Goretzka, Groß und Stiller klopft in den vergangenen Monaten allen voran Leeds-Legionär Anton Stach lautstark an der WM-Tür an. Der 27-Jährige spielt eine extrem starke Premier-League-Saison und durfte gegen die Schweiz im März das erste Mal seit 2022 Nationalteam-Luft schnuppern – damals noch im Dress von Mainz 05. Außerdem hofft Felix Nmecha (BVB) auf eine Nominierung. Beim 25-Jährigen, der aktuell aufgrund einer Außenbandverletzung ausfällt, stellt sich das Fragezeichen eher angesichts seines Fitnesszustands. Tom Bischof, der zuletzt bei den Bayern immer besser in Fahrt kam, hofft darauf noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Ähnliches gilt für Leverkusens Kapitän Rob Andrich, der bei der Heim-EM 2024 noch zum Stammpersonal zählte.

Offensive Wackelkandidaten sind BVB-Flügelflitzer Karim Adeyemi und sein Teamkollege Maximilian Beier, Stuttgarts Jamie Leweling bzw. Chris Führich, Brentfords Kevin Schade und die beiden Jungstars Lennart Karl (Bayern) und Said El Mala (Köln). Sollte er rechtzeitig fit werden, darf sich Nadiem Amiri (Mainz 05) zumindest Außenseiter-Chancen auf eine Nominierung machen. Man darf gespannt sein, wer sich in den kommenden Wochen noch in die Auslage spielen kann.

Hier müsste ein Wunder passieren

Ähnlich wie in der Abwehr sind aufgrund der extrem hohen Dichte im Kader Überraschungen beinahe auszuschließen. Lediglich bei mehreren Verletzungen wäre es denkbar, dass Nagelsmann noch die ein oder andere Sensations-Lösung aus dem Hut zaubert. Eine solche wäre beispielsweise Paul Nebel (Mainz 05), der bereits einmal nominiert wurde allerdings noch auf sein A-Team-Debüt wartet. Weitere Kandidaten im Fall der Fälle: Rocco Reitz (Gladbach), Julian Brandt (BVB), Brajan Gruda oder Assan Ouédraogo (beide Leipzig).

Sturm: Wer wird Deutschlands Mittelstürmer?

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Diese Spieler sind gesetzt

Wer Deutschland als Mittelstürmer bei der WM aufs Feld führen wird, ist neben der Torhüter-Debatte wohl die brennendste Frage im Vorfeld. Fix ist aber, dass die Premier-League-Legionäre Nick Woltemade (Newcastle) und Kai Havertz (Arsenal) ihr WM-Ticket fix gebucht haben und auch als heißeste Kandidaten auf der 9er-Position gelten. Zudem führt an Stuttgart-Torjäger Deniz Undav aufgrund der jüngsten Leitungen kein Weg vorbei. Viele Fans fordern den 29-Jährigen sogar in der Startelf. Der Bundestrainer scheint da anders zu denken.

Das sind die Wackelkandidaten

Hinter den drei Fixstartern wird es bereits dünn. Es ist auch nicht undenkbar, dass Nagelsmann mit einer falschen Neun wie Wirtz oder Gnabry aufläuft. Da bleiben nicht mehr viele Kaderplätze für echte Stürmer übrig. Die heißesten Aktien dürfte Niclas Füllkrug besitzen. Der AC Milan-Legionär hat seine Qualitäten im Nationalteam bereits bewiesen, doch eine Leisungsexplosion im Saisonfinish ist wohl Grundvoraussetzung für eine Nominierung.

Hier müsste ein Wunder passieren

Nimmt Nagelsmann einen weiteren Stürmer zusätzlich zum Quartett Woltemade, Havertz, Undav und Füllkrug mit, würde das schon einer riesigen Überraschung gleichen. Am ehesten darf sich Jonathan Burkardt (Frankfurt) noch minimale Hoffnungen machen. Für den Dauerverletzten Tim Kleindienst (Gladbach) kommt das Turnier wohl zu früh. Wenn alle Stricke reißen, wäre da noch Marvin Duksch (Birmingham), der in der Championship in dieser Saison bereits zehnmal traf.

Auf den letzten Metern: Wer schafft es in den WM-Kader?

Am Ende wird Julian Nagelsmann nicht nur auf Form, sondern auch auf Teamchemie, Turniererfahrung und taktische Flexibilität setzen müssen. Die Weltmeisterschaft 2026 verlangt einen ausgewogenen Mix aus eingespielten Führungsspielern und hungrigen Herausforderern – genau hier entscheidet sich, ob Deutschland nur mitspielt oder tatsächlich um den Titel kämpft.

Für einige Kandidaten ist das Ticket bereits gebucht, andere müssen im Saisonendspurt noch einmal alles investieren. Klar ist: Jeder Platz im Kader ist hart umkämpft – und genau das könnte am Ende zur größten Stärke der DFB-Elf werden.

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