Roland Garros 2026: Sinner, Zverev und Co. kämpfen um die Sandplatz-Krone

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Zwei Wochen Paris. Sandplatz-Tennis. Grand Slam-Atmosphäre. Und ein Mann, der gerade alles in Grund und Boden spielt. Die French Open sind das zweite Major des Jahres und das absolute Highlight der Sandplatz-Saison. 2026 verspricht ein Spektakel der Extraklasse. Denn Jannik Sinner rollt mit einer Dominanz durch die Tour, die die Tennis-Welt seit Jahren nicht gesehen hat: sechs Masters-Titel in Folge, 29 Siege am Stück – der Südtiroler ist schlicht nicht zu stoppen. Der große Abwesende in Paris heißt Carlos Alcaraz (verletzt), was die Sache für Sinner noch verlockender macht. Dennoch: Das ist Roland Garros. Hier schreibt die Asche ihre eigenen Gesetze.

Sein schärfster Verfolger? Alexander Zverev. Der Hamburger will endlich seinen ersten Grand Slam-Titel. Dahinter lauern Novak Djokovic mit 24 Major-Titeln im Gepäck, Sandplatzspezialist Casper Ruud und einige aufregende Jungstars, die in Paris für Furore sorgen wollen.

Bei den Damen ist Aryna Sabalenka die Favoritin, doch Titelverteidigerin Coco Gauff, die viermalige Turniergewinnerin Iga Swiatek, Elena Rybakina und Co. machen das Damenfeld zur offenen Partie.

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Die wichtigsten Fakten: Roland Garros 2026 auf einen Blick

  • 📅 Datum: 24. Mai – 7. Juni 2026

  • 📍 Ort: Stade Roland Garros, Paris (Frankreich)

  • 🏆 Turnierkategorie: Grand Slam (ATP / WTA)

  • 💰 Gesamtpreisgeld: 61,7 Millionen Euro (+ ~10 % gegenüber 2025)

  • 🥇 Siegerprämie: je 2,8 Millionen Euro (Herren & Damen)

  • 📊 Weltranglistenpunkte Sieger: 2.000 Punkte

  • 🎾 Belag: Sand (Clay)

  • 🏟️ Hauptcourts: Philippe-Chatrier (mit Dach seit 2020), Suzanne-Lenglen (Dach seit 2024), Simonne-Mathieu

  • 🏅 Titelverteidiger Herren: Carlos Alcaraz (2025) – fehlt verletzt

  • 🏅 Titelverteidigerin Damen: Coco Gauff (2025)

  • 👑 Rekordsieger Herren: Rafael Nadal (14 Titel)

  • 👑 Rekordsiegerinnen Damen: Chris Evert & Steffi Graf (je 7 Titel)

Der Favorit: Jannik Sinner – Der Mythos der Unbesiegbarkeit

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Sechs Masters-Titel in Folge. 29 Siege en suite. Eine Dominanz, die selbst Djokovic, Nadal oder Federer zu ihren besten Zeiten nur selten zeigten. Jannik Sinner ist 2026 der Mann, der alles gewinnt, was er anfasst – Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid, und zuletzt auch noch Rom, wo er sich den letzten fehlenden Masters-Titel holte und damit alle neun ATP-1000-Turniere mindestens einmal gewonnen hat.

Und nun hat der 24-Jährige nur noch eine Rechnung offen: Roland Garros. Der einzige Grand Slam-Titel, der Sinner für den Career Grand Slam fehlt. 2025 hatte der Südtiroler das Finale fast in der Tasche – drei Matchbälle gegen Carlos Alcaraz, und dann? Alcaraz drehte in einem der denkwürdigsten Endspiele der jüngeren Tennisgeschichte auf und gewann 4:6, 6:7, 6:4, 7:6, 7:6. Das ist unvergessen und treibt Sinner 2026 an.

In Abwesenheit von Alcaraz ist der Weltranglistenerste nun der unumstrittene Topfavorit. Wer ihn schlagen will, muss einen absoluten Ausnahmetag erwischen. Wie weit können seine Gegner gehen, um ihn wenigstens zu beschäftigen?

Der Herausforderer: Alexander Zverev – Jetzt oder nie in Paris

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Alexander Zverev und Grand Slam-Titel – das ist eine Geschichte, die seit Jahren auf ihr Happy End wartet. 2024 stand der Hamburger im Finale von Roland Garros. 2026 ist er die Nummer zwei hinter Sinner und das ist buchstäblich gemeint: Gesetzt als Nr. 2, weil Alcaraz fehlt.

Was für Zverev spricht: Er hat 2026 bei nahezu jedem großen Turnier das Halbfinale oder Finale erreicht – Australian Open, Indian Wells, Miami, Monte Carlo und das Finale in Madrid. Sein Tennis ist auf einem konstant hohen Level, auf Sand gehört er weltweit zur allerbesten Garde. Und Paris liegt ihm – die Atmosphäre, der Platz, die Bedingungen.

Was gegen ihn spricht: Sinner. Die H2H-Bilanz zwischen beiden ist derzeit bedrückend für den Deutschen – neun Niederlagen in Folge gegen den Weltranglistenersten. Egal, wo, egal, wann, Sinner zieht in den entscheidenden Momenten davon. Dazu kommt: Zverev zog sich zuletzt eine Rückenverletzung zu und sagte das Hamburg-Turnier ab. Ein kleines Fragezeichen steht also auch hinter seinem Fitnesszustand.

Aber: Ein Grand Slam auf Sand ohne Alcaraz – eine solche Chance bekommt Zverev nicht so schnell wieder. Kann er den Knoten platzen lassen? Das ist DIE Frage der French Open 2026.

Die weiteren Anwärter: Djokovic, Ruud und Co.

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  • Novak Djokovic: 24 Grand Slam-Titel, 38 Jahre alt, und noch lange nicht fertig. Der Serbe ist das ultimative Stehaufmännchen des Tennis-Zirkus. Unterschätze ihn auf eigene Gefahr. 2026 zeigte er bei den Australian Open bereits, dass er noch mithalten kann: Mit einem epischen Fünf-Satz-Sieg über Sinner zog er ins Finale ein. Allerdings: Seit Melbourne hat Djokovic kaum gespielt, in Rom verlor er bereits sein Auftaktmatch gegen Dino Prizmic. Auf Sand kommt er mit wenig Matchpraxis (1 Spiel) nach Paris. Fitness und Rhythmus sind das große Fragezeichen – die Klasse ist unbestritten vorhanden.

  • Casper Ruud: Der Norweger gehört auf Sand zu den besten Spielern der Welt, hat Paris-Final-Erfahrung aus 2022 und 2023 und bewies zuletzt mit dem Finaleinzug in Rom seine starke Rückkehr nach einer Verletzung. Wenn er seinen besten Tag erwischt, ist er für jeden ein unangenehmer Gegner.

  • Alex de Minaur Ben Shelton, Taylor Fritz, Daniil Medvedev – allesamt Top-10-Spieler. Ihre Klasse steht außer Frage. Auf Sand haben sie aber strukturell einen schwierigeren Stand (bis auf De Minaur). Für Überraschungen sind sie allemal gut genug. Speziell Medvedev der sein bestes Tennis seit Langem auf Asche spielt.

Die Jungstars: Wer schreibt in Paris seine erste große Geschichte?

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Roland Garros 2026 ist auch ein Schaufenster für die nächste Tennisgeneration und einige dieser Namen solltest Du dir merken.

  • Rafael Jódar (19, Spanien) ist der Shootingstar der ATP-Tour schlechthin. Turniersieger in Marrakesch, Halbfinale in Barcelona, Viertelfinale in Madrid und Rom: Der Spanier spielt auf Sand wie ein gereifter Profi, obwohl er gerade erst 19 ist. In Madrid verlor er zwar gegen Sinner, zeigte dabei aber, dass er das Niveau des Weltranglistenersten phasenweise mitgehen kann.

  • Joao Fonseca (19, Brasilien) – ebenfalls 19, ebenfalls hochgefährlich. Der Südamerikaner hat explosive Grundschläge und scheut keine Rampenlicht-Momente. Ein Typ, der Favoriten aus ihrem Rhythmus bringen kann.

  • Dino Prizmic (20, Kroatien) – machte zuletzt von sich reden, als er in Rom Novak Djokovic in der ersten Runde bezwang. Für einen 20-Jährigen ein Ritterschlag. In Paris ist der Kroate für jeden potenziellen Gegner eine unbequeme Aufgabe.

Die deutschen und österreichischen Hoffnungen

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Für Deutschland stehen neben Topstar Zverev auch Yannick Hanfmann, Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier aufgrund ihrer Ranglistenposition fix im Hauptfeld. Alle drei sind klare Außenseiter, aber mit einem günstigen Turnierverlauf und einem guten Tag ist bei Grand Slams immer mehr möglich, als die Papierform erwarten lässt.

Österreichs einziger gesetzter Fixstarter ist Sebastian Ofner – auch er in der Außenseiterrolle, schaffte es 2023 als Qualifikant aber immerhin bis ins Achtelfinale.

Damen-Einzel: Sabalenkas Mission Paris

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Aryna Sabalenka ist die Frau der Stunde auf der WTA-Tour. Die Belarusin ist Weltranglistenerste, hat bei den letzten sechs Grand Slams mindestens das Halbfinale erreicht und drei davon gewonnen. Eine Ausnahmeathletin, die mit ihrer Wucht und Mentalität das Feld dominiert. Aber: Roland Garros fehlt ihr noch. 2025 verlor sie das Finale in einem denkwürdigen Endspiel knapp gegen Coco Gauff. Dieses Jahr will sie den nächsten Meilenstein ihrer großartigen Karriere setzen.

Coco Gauff kommt als Titelverteidigerin nach Paris und bestand mit dem Finaleinzug beim Vorbereitungsturnier in Rom den Formcheck. Die US-Amerikanerin lebt von ihrer mentalen Stärke und ihrem Kampfgeist – Eigenschaften, die auf roter Asche besonders zählen.

Iga Swiatek ist viermalige Gewinnerin von Roland Garros, das sind mehr Titel als jede andere aktive Spielerin. Die Polin liebt die Asche in Paris wie keine zweite, auch wenn die Saison bisher nicht nach Wunsch verlief. Zuletzt in Rom immerhin im Halbfinale: Schafft sie auf ihrem Lieblingsplatz die Trendumkehr? Man darf sie nie unterschätzen.

Elena Rybakina (Nr. 2 der Welt) hat 2026 bereits einen Sandplatztitel in Stuttgart gewonnen und ist als zweifache Grand Slam-Siegerin jederzeit eine ernsthafte Titelanwärterin. In Paris kam sie bisher nie über das Viertelfinale hinaus – das soll sich ändern.

Weitere Anwärterinnen: Das Feld ist tief

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Elina Svitolina zeigte zuletzt in Rom starke Leistungen und gewann das Turnier dort – auf Sand ist die Ukrainerin immer eine Gefahr. Marta Kostyuk gewann zuletzt in Madrid und beweist starke Form. Jessica Pegula, Karolina Muchova und Amanda Anisimova komplettierten das hochklassige Top-10-Feld der Damen.

Die Jungstars bei den Damen

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Mirra Andreeva (19) ist eines der aufregendsten Talente auf der WTA-Tour – technisch versiert, mental stark, mit dem Ehrgeiz eines Champions. Sie ist kein Geheimtipp mehr, sondern eine echte Bedrohung für die Topstars. Victoria Mboko hat mit gerade einmal 19 Jahren bereits die Top 10 geknackt – eine Leistung, die für sich spricht. Beide zählen bereits in ihrem jungen Alter zum erweiterten Favoritenkreis in Paris.

Die deutschen und österreichischen Damen

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Für Deutschland gehen Laura Siegemund (WTA Nr. 46), Tatjana Maria (52), Eva Lys (81), Tamara Korpatsch (96) und Ella Seidel (97) an den Start. Allesamt in der Außenseiterrolle – aber Grand Slams schreiben ihre eigenen Geschichten, und mit einem günstigen Draw ist mehr drin, als die Weltrangliste vermuten lässt.

Österreich kann sich hingegen deutlich bessere Chancen ausrechnen: Anastasia Potopova (Nr. 28 der Welt, gebürtige Russin und erst seit wenigen Monaten österreichische Staatsbürgerin) ist stark in Form und könnte für eine echte Überraschung sorgen. Dazu Jungstar Lilli Tagger (18, Nr. 91) – eine der interessantesten Nachwuchshoffnungen im österreichischen und globalen Tennis. Mit Julia Grabher (Nr. 123) steht zudem eine weitere Athletin im Hauptfeld.

Fazit: Zwei Wochen, die du nicht verpassen darfst

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Roland Garros 2026 wird ein Fest. Zwei Wochen Grand Slam-Tennis auf dem roten Sand von Paris, vollgepackt mit Dramen, Emotionen und Top-Quoten. Kann Sinner nach seinen 29 Siegen in Folge endlich den Career Grand Slam komplettieren? Schafft Zverev den sehnlichsten Triumph seiner Karriere? Holt sich Sabalenka endlich Paris? Oder stellen Außenseiter das Feld auf den Kopf? Eine Sache ist sicher: Langweilig wird es nicht.

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