BVB-Legende Kevin Großkreutz: Das sind meine 5 Favoriten für die WM 2026

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Kevin Großkreutz ist zweifacher deutscher Meister und gewann mit dem BVB in der Saison 2011/12 das Double. Großkreutz blickt auf 236 Spiele im schwarz-gelben Trikot zurück, in denen ihm 27 Tore und 37 Vorlagen gelangen. Der Rechtsverteidiger ist außerdem bis heute in Dortmund Identifikationsfigur und Fanliebling. Für das deutsche Nationalteam lief er sechsmal auf. Beim WM-Titel 2014 stand er im Kader, kam im Turnier allerdings nicht zum Einsatz.

bwin war zu Gast beim Champions-League-Kracher zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand und hatte als Champion Partner des BVB die Möglichkeit, mit dem 37-Jährigen zu sprechen. Großkreutz verriet uns - neben seiner All-Time-BVB-Elf und seinen schönsten BVB-Momenten, seinen Favoriten auf den Titel in der UEFA Champions League, seinen "Hot Takes" für die aktuelle Bundesliga-Saison und seinen Predictions für die Top-5-Ligen Europas - auch seine fünf Favoriten auf den Weltmeister-Titel 2026. Wer setzt sich in Nordamerika die Krone auf?

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Deutschland

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Wie aus der Pistole geschossen, nennt Großkreutz als ersten Favoriten die DFB-Elf. "Weil sie einfach eine gute Mannschaft haben", so der Ex-Nationalspieler.

Und tatsächlich: Die Grundstimmung im Lager von Deutschland ist wieder etwas positiver. Die holprige Qualifikation schlossen Nick Woltemade und Co. mit dem 6:0 gegen die Slowakei letztendlich souverän ab. Zudem machen die Rückkehr von Jamal Musiala und die ansteigende Formkurve von Florian Wirtz in der Premier League Mut. Mit Lennart Karl und Said El Mala mischen zwei Jungstars die Bundesliga auf, die für die WM noch ein Thema werden könnten. Einzig die Torhüter-Frage ist nach der abermaligen Verletzung von Marc-André ter Stegen noch ungeklärt.

Die DFB-Elf testet noch gegen die Schweiz, Ghana, Finnland und Gastgeber USA, ehe es am 14.6. ernst wird. Die Gruppengegner Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador lesen sich auf dem Papier machbar. Doch die Elf von Julian Nagelsmann ist spätestens nach den knappen Spielen gegen die Slowakei, Nordirland und Luxemburg in der Qualifikation gewarnt.

Was sagt dein Bauchgefühl? Stimmst du Kevin Großkreutz zu? Kann Deutschland den Titel zum fünften Mal nach 1954, 1974, 1990 und 2014 heim holen und mit Rekordsieger Brasilien gleichziehen?

Spanien

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Der zweite Pick von Kevin Großkreutz: Spanien. Die "Furia Roja" ist aktuell in aller Munde. Amtierender Europameister. Goldene Generation. Top-Favorit bei der WM.

Nach dem EM-Triumph 2024 bewiesen die Spanier auch im Jahr 2025, dass der Titel in den USA, Kanada und Mexiko nur über sie führen wird. In der Nations League zog man mit einem spektakulären 5:4-Sieg gegen Frankreich ins Finale ein, wo man sich im Elfmeterschießen Portugal geschlagen geben musste. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft meisterte das Team von Luis de la Fuente bravourös. Nach fünf Spielen gegen Bulgarien, die Türkei und Georgien hielt man beim Punktemaximum (15) und einem Torverhältnis von 19:0. Das letzte Gruppenspiel gegen die Türkei (2:2) war bereits bedeutungslos.

Die Mischung im spanischen Kader stimmt. Neben erfahrenen Leadern wie den Mittelfeldstrategen Rodri oder Fabian Ruiz, der Arsenal-Achse um Martin Zubimendi, Mikel Merino und David Raya oder auch Aymeric Laporte bzw. Robin Le Normand in der Verteidigung gesellt sich eine Generation an jungen, hungrigen Talenten. Pau Cubarsí (19), Dean Huijsen (20), Fermín López (22) oder Nico Williams (23) sind alle blutjung, spielen in La Liga aber schon seit geraumer Zeit auf Top-Niveau. Und natürlich ragt einer aus dem Kollektiv heraus: Lamine Yamal. Das Wunderkind des FC Barcelona könnte seine Nationalteam-Karriere im Sommer krönen. Sechs Tage vor dem WM-Finale feiert Yamal seinen 19. Geburstag. Holt er sich mit Spanien am 19. Juli in New York den Titel, dürfte er sich im Alter von 19 Jahren und sechs Tagen als spanischer Meister, Pokal-Sieger, EM-Sieger und WM-Sieger bezeichnen. Einfach nur verrückt.

Am 27. März steht für Spanien - knapp drei Monate vor der WM - noch ein weiteres Endspiel an. In der Finalissima kommt es zum Kräftemessen mit Copa-America-Sieger Argentinien. Messi vs. Yamal. Ein Spektakel der Extra-Klasse. Ab 15. Juli startet der Weltmeister von 2010 seine Titel-Mission in Gruppe H mit den Spielen gegen Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay.

Brasilien

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"Brasilien muss man immer im Auge behalten", so Großkreutz, der die Seleção als seinen dritten Favoriten-Tipp anführt.

Und natürlich hat die BVB-Legende auch hier recht. Brasilien ist mit fünf Titeln Rekord-Weltmeister. Das allein macht die Südamerikaner immer zu einem Top-Kandidaten bei einer Endrunde. Doch, wenn man ehrlich ist, muss man auch feststellen, dass Brasilien schon bessere Zeiten erlebt hat. Der letzte WM-Titel ist mittlerweile 24 Jahre her. Zuletzt kam das Aus zweimal im Viertelfinale (2022: Kroatien, 2018: Belgien), davor die historische 1:7-Pleite gegen Deutschland im eigenen Land.

Zudem verlief die Qualifikation für die WM 2026 mehr als holprig. Brasilien musste zwischenzeitlich gar um seine Teilnahme zittern. Unter anderem kassierte man gegen Erzrivale Argentinien zwei Pleiten (1:4, 0:1). Zudem wurden mit Fernando Diniz und Dorival Júnior zwei Trainer in kürzester Zeit entlassen, ehe schließlich Wunschtrainer Carlo Ancelotti übernahm und die Seleção wieder in die Spur führte. Mit 28 Punkten und Platz fünf (von zehn Teams) qualifizierte man sich schließlich souverän, aber ohne zu glänzen für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.

Der brasilianische Kader ist dennoch gespickt mit Superstars. In der Defensive hat man mit Ederson, Alisson, Gabriel Magalhães, Marquinhos, Èder Militão und Co. Spieler zur Verfügung, die seit Jahren zur europäischen Weltklasse gehören. Im Mittelfeld ziehen Casemiro und Bruno Guimarães die Fäden und die Offensive ist - wie so oft - das Prunkstück der Mannschaft. Lucas Paquetá, Estêvão, Rodrygo, Matheus Cunha, João Pedro, Richarlison, Gabriel Martinelli und natürlich Vinicius Junior. Diese Namen stehen für geballte Spielfreude und geballte Qualität. Ob sich Neymar Jr. noch einen letzten Tanz gibt, ist aktuell noch fraglich, aufgrund der Verletzungshistorie des 34-Jährigen.

In Gruppe C muss Brasilien zunächst gegen Marokko, Schottland und Haiti bestehen. Eine durchaus fordernde Auslosung. Siehst du die Seleção im engen Favoritenkreis? Kann die Mannschaft unter Carlo Ancelotti den sechsten WM-Titel an die Copacabana holen?

Österreich

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"Ich glaube irgendeine Überraschung könnte es geben, aber wer?", grübelt Großkreutz. Und nennt auf Nachfrage Österreich. Fairerweise muss man dazu sagen: Das Gespräch mit der BVB-Legende führten zwei Österreicher.

Doch die Elf von Ralf Rangnick ist tatsächlich so etwas wie ein "Dark Horse". Bereits bei der Europameisterschaft 2024 ließ die ÖFB-Auswahl ihr Potential aufblitzen. Die Todesgruppe mit Frankreich, Niederlande und Polen schlossen Marko Arnautovic und Co. auf Platz eins ab. Im Achtelfinale folgte das bittere Aus gegen die Türkei.

Und dennoch: Österreich sorgte auch in der WM-Qualifikation für Furore. Die Gruppe H mit Rumänien, Bosnien, Zypern und San Marino entschied man für sich, auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde: Österreich fährt zum ersten Mal seit 1998 zu einer WM. Mit Konrad Laimer, Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner oder Nicolas Seiwald verfügt die Alpenrepublik mittlerweile über eine große Anzahl an Spieler, die in der deutschen Bundesliga bei Top-Vereinen zu den Leistungsträgern gehören. Hinzu kommen die Altstars David Alaba und Marko Arnautovic. In Gruppe J geht es für sie zunächst gegen Jordanien, Argentinien und Algerien. Zuvor testet Österreich noch gegen Ghana, Südkorea und Tunesien.

Kann Österreich mit seinem aggressiven Pressing-Fußball zum Stolperstein für etablierte Nationen werden und für die Mega-Sensation sorgen?

Frankreich

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Last but not least, nennt Großkreutz Frankreich als fünfte Mannschaft in seinem Favoritenkreis. Die "Grande Nation" stand zuletzt zweimal in Folge im WM-Finale. 2018 konnte man den Titel holen. Auch dieser Tipp macht daher absolut Sinn.

Allerdings überzeugte "Les Bleus" zuletzt bei der EM 2024 nicht wirklich. Das Aus kam zwar erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Spanien, doch nur magere vier Tore in sechs Spielen ließen Kritik am Spielstil von Didier Deschamps laut werden. Die Qualifikation für die Endrunde meisterten Kylian Mbappé und Co. in der Folge souverän. In der Gruppe mit der Ukraine, Island und Aserbaidschan holte man 16 von 18 möglichen Punkten.

Der Kader des zweifachen Weltmeisters kann sich sehen lassen. Mit einem Marktwert von 1,3 Milliarden Euro könnte Frankreich wohl zwei Mannschaften zur WM schicken, die beide das Zeug dazu hätten, um den Titel mitzuspielen. Allein in der Defensive ist man mit William Saliba, Dayot Upamecano, Ibrahima Konaté, Benjamin Pavard, Theo und Lucas Hernández oder Jules Koundé fast überbesetzt. Offensiv bereitet allein das Trio Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé jeder Viererkette Kopfzerbrechen. Hinzu kommen noch Spieler wie Bradley Barcola, Désiré Doué, Rayan Cherki, Marcus Thuram oder Hugo Ekitiké, um nur einige zu nennen. Breiter kann ein Kader nicht aufgestellt sein.

Für Frankreich beginnt das Abenteuer WM in der Gruppenphase mit den Spielen gegen Norwegen, Senegal und ein Team aus dem Trio Bolivien/Irak/Suriname. Kann "Les Bleus" nach 2018 erneut zuschlagen und den WM-Titel holen?

Die weiteren Favoriten

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Neben Großkreutz' Top-5-Picks gibt es natürlich eine Menge weiterer Top-Nationen, die sich gute Chancen ausrechnen am 19. Juli. 2026 den begehrtesten Pokal der Welt in den Himmel von New York/New Jersey zu stemmen.

Allen voran Titelverteidiger Argentinien. Lionel Messi will es noch einmal wissen und möchte die "Albiceleste" zum vierten Titel führen. Es wäre eine fast kitschige Krönung seiner unfassbaren Karriere. Dasselbe Ziel verfolgt Messis Dauerrivale, Cristiano Ronaldo, dem der WM-Pokal in seiner Vita noch fehlt. Mit Portugal zählt der 41-Jährige auf jeden Fall auch zum erweiteren Favoritenkreis.

Und dann wäre da noch England. Die "Three Lions" sind unter Thomas Tuchel bisher stabil unterwegs. "It's coming home" lautet einmal mehr das Motto. Das Mutterland des Fußballs lechzt nach dem ersten großen Titel seit 1966. Mit Belgien, Niederlande, Italien, Kolumbien, Uruguay, Kroatien, Marokko, der Schweiz oder Norwegen stehen zahlreiche Nationen in der zweiten Reihe, die man keinesfalls unterschätzen sollte. Zudem blickt die Fußball-Welt gespannt auf die Auftritte der Gastgeber-Länder, Mexiko, Kanada und USA.

Fazit

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Kevin Großkreutz lehnt sich aus dem Fenster – und genau das macht dieses WM-Rennen so spannend. Deutschland mit Aufbruchstimmung. Spanien mit Goldener Generation. Brasilien mit Weltklasse-Offensive. Frankreich mit unfassbarer Kaderbreite. Und vielleicht ein Außenseiter wie Österreich, der mit Pressing, Mut und Momentum für ein Märchen sorgt.

Die WM 2026 verspricht ein Turnier der Extreme zu werden: Legenden auf Abschiedstour, Wunderkinder auf dem Weg zur Unsterblichkeit, Traditionsnationen unter Druck. Und genau deshalb ist eine Prognose so schwierig wie selten zuvor.

Eines ist klar: Der Weg zum Titel führt an mehreren Giganten vorbei. Aber vielleicht schreibt Nordamerika 2026 eine Geschichte, mit der heute noch niemand rechnet. Was sagt dein Bauchgefühl? Jetzt bei bwin auf das Mega-Spektakel wetten.

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