WM 2026: Die deutschen Anwärter auf die Torjäger-Krone
Die Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür und während sich die Fußball-Welt auf ein Turnier der Superlative mit 48 Teams und 104 Spielen vorbereitet, rückt aus deutscher Sicht eine Frage besonders in den Fokus: Wer sorgt für die Tore?
Wenn es um große WM-Momente geht, führt kein Weg an Miroslav Klose vorbei. Mit 16 Treffern ist er bis heute der erfolgreichste Torschütze der WM-Geschichte. Ob 2002, 2006, 2010 oder beim Titelgewinn 2014: Klose war da, wenn es zählte. Ein echter Turnierstürmer, eiskalt vor dem Tor.
Genau in diese Fußstapfen soll nun die nächste Generation treten. Deutschland reist mit einer offensiv talentierten Mannschaft zur WM 2026, doch ein klarer „Klose-Erbe“ ist nicht auf den ersten Blick auszumachen. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht vor der spannenden Aufgabe, die richtige Mischung zu finden und vor allem den Spieler zu identifizieren, der im entscheidenden Moment liefert. Denn klar ist: Wer weit kommen will, braucht einen verlässlichen Knipser.
Für Fans und Wettfreunde wird genau das zur Schlüsselfrage. Wer trifft für Deutschland und hat vielleicht sogar das Zeug, sich im Rennen um den Torschützenkönig ganz vorne einzureihen? bwin analysiert die potenziellen schwarz-rot-goldenen Anwärter auf die Torjägerkrone und liefert alle Statistiken & die besten Quoten.

Nick Woltemade: Der Quali-Topscorer

Auch wenn die Diskussion um die Nummer eins im Sturm weiterläuft: Blickt man auf die Qualifikation, führt kaum ein Weg an Nick Woltemade vorbei. Der 24-Jährige stand in allen sechs Spielen in der Startelf und erzielte dabei vier Treffer – alle in den letzten drei Partien gegen Nordirland, Luxemburg (Doppelpack) und die Slowakei. Es waren zugleich seine ersten Tore im DFB-Trikot.
In seinen insgesamt 10 Länderspielen hat sich „Woltemessi“ – wie ihn Fans augenzwinkernd nennen – in kurzer Zeit weit nach vorne in der internen Rangordnung gespielt.
Im Verein verlief die Saison nach seinem 75-Millionen-Wechsel zu Newcastle United hingegen durchwachsen. Stark gestartet (4 Tore in den ersten 5 Premier-League-Spielen), dann den Status als unumstrittener Einser-Stürmer verloren: 10 Tore in 47 Spielen sind solide, aber nicht überragend.
Prognose: Wenn Nagelsmann auf Kontinuität setzt, könnte Woltemade als Starter in die WM gehen und damit automatisch ein Kandidat für den Goldenen Schuh sein.
Kai Havertz: Der Turnierspieler mit Killerinstinkt

Kai Havertz ist die naheliegendste Alternative im Sturmzentrum und vielleicht die kompletteste. Der 26-Jährige bringt Erfahrung, Spielintelligenz und Abschlussstärke mit.
57 Länderspiele und 21 Tore sprechen für sich. Unvergessen: sein Joker-Doppelpack bei der WM 2022 gegen Costa Rica.
Nach überstandener Knieverletzung ist Havertz rechtzeitig wieder fit. Bei Arsenal kam er zwar nur auf 5 Tore in 19 Spielen, doch seine Formkurve zeigt nach oben. Zudem hat er mehrfach bewiesen, dass er in großen Spielen liefert. Man denke nur an sein Siegtor im Champions-League-Finale 2021 für Chelsea.
Prognose: Wenn Havertz ins Rollen kommt, kann er in K.o.-Spielen genauso treffen wie in der Gruppenphase.
Leroy Sané: Zwischen Genie und Gamechanger

Ein Außenseiter-Tipp, aber einer mit enormem Potenzial. Leroy Sané bringt alles mit: Tempo, Technik und Abschluss. In 74 Länderspielen erzielte er 16 Tore, keine überragende Quote, aber seine Rolle war oft eine andere. Auf Klubebene hat er bei Bayern, Manchester City und Schalke bewiesen, dass er Spiele entscheiden kann.
Aktuell bei Galatasaray Istanbul in der türkischen Süper Lig aktiv, steht er bei 7 Treffern in 38 Spielen.
Prognose: Wenn Sané einen Lauf erwischt, kann er durch seine Dynamik gerade gegen tiefstehende Gegner zum X-Faktor werden – ein echtes Dark Horse im Rennen um den Torschützenkönig.
Florian Wirtz: Der kreative Vollstrecker

Florian Wirtz ist DER Schlüsselspieler im deutschen Team und längst mehr als nur Vorbereiter. Beim letzten Lehrgang unterstrich er seine Abschlussqualitäten mit einem Doppelpack gegen die Schweiz. Insgesamt kommt er auf 10 Tore in 39 Länderspielen, dazu zwei Treffer bei der Heim-EM.
Nach seinem Wechsel zum FC Liverpool brauchte er etwas Anlaufzeit, inzwischen ist er angekommen: 6 Tore und 10 Assists in 45 Spielen sprechen für seine ansteigende Formkurve.
Prognose: Wirtz wird viele Chancen kreieren und zunehmend selbst verwerten. Gerade aus der zweiten Reihe brandgefährlich.
Serge Gnabry: Der effizienteste DFB-Knipser

Wenn es um die reine Quote geht, führt kein Weg an Serge Gnabry vorbei. 26 Tore in 59 Länderspielen – das ist Top-Niveau für einen Mann, der schon so lange mit dabei ist. Auch in der WM-Quali präsentierte er sich treffsicher (3 Tore) und war zuletzt auch im Test gegen die Schweiz erfolgreich. Bei Bayern spielt er eine bärenstarke Bundesliga-Saison mit 10 Toren und 11 Assists in 37 Spielen.
Prognose: Gnabry ist der vielleicht konstanteste deutsche Torschütze und damit ein heißer Kandidat, wenn er regelmäßig in Abschlusspositionen kommt.
Weitere Kandidaten: Deniz Undav, Jamal Musiala, Niclas Füllkrug und Co.

Auch dahinter lauert Qualität:
Deniz Undav: Überragende Saison beim VfB Stuttgart (23 Tore in 40 Spielen), dazu 4 Treffer in 7 Länderspielen. Ein echter Strafraumstürmer.
Jamal Musiala: Lange verletzt, aber mit 8 DFB-Toren und enormer individueller Klasse jederzeit für Highlights gut.
Niclas Füllkrug: 14 Tore in 24 Länderspielen, dazu zwei WM-Treffer 2022 – der Serie-A-Legionär braucht kaum Spielzeit, um zu treffen.
Prognose: Wer von ihnen auf Minuten kommt, kann schnell in den Fokus rücken.
Internationale Konkurrenz: Die üblichen Verdächtigen

Im Kampf um den Torschützenkönig wartet auf die deutschen Kandidaten die geballte Offensiv-Power der Weltelite und die hat es in sich. Allen voran Erling Haaland: Der Norweger ist eine Tormaschine wie aus dem Lehrbuch. Physis, Timing, Abschluss: Wenn seine Mannschaft weit kommt, ist er automatisch einer der Top-Favoriten. Kaum ein Spieler braucht so wenige Chancen für ein Tor. 16 Treffer in der WM-Qualifikation sprechen eine deutliche Sprache.
Auch Kylian Mbappé gehört wieder zum engsten Kreis. Der Franzose hat bereits bei der WM 2018 und 2022 geliefert und bewiesen, dass er auf der größten Bühne performt. Sein Tempo ist kaum zu verteidigen, seine Abschlussstärke eiskalt.
Dann wäre da noch Lionel Messi. Auch wenn der Argentinier nicht mehr in seiner absoluten Prime ist, hat er 2022 gezeigt, dass er ein Turnier im Alleingang prägen kann. Sollte er noch einmal auflaufen, ist ihm alles zuzutrauen – gerade auch vom Elfmeterpunkt, der im Rennen um den Goldenen Schuh oft entscheidend ist.
Mit Harry Kane steht zudem ein klassischer Strafraumstürmer im Fokus. Der Engländer ist nicht nur sicher vom Punkt, sondern auch extrem konstant über ein gesamtes Turnier hinweg. Kane weiß genau, wo das Tor steht und sammelt seine Treffer oft schon in der Gruppenphase.
Als spannende neue Generation drängt Lamine Yamal nach vorne. Der Youngster bringt Unbekümmertheit, Kreativität und Abschlussstärke mit – die Frage wird sein, ob er schon die Rolle als primärer Vollstrecker übernimmt oder eher als Vorbereiter glänzt.
Nicht zu vergessen: Vinícius Júnior. Der Brasilianer ist brandgefährlich im Eins-gegen-eins und entwickelt sich immer mehr zum effizienten Scorer. Wenn Brasilien tief ins Turnier kommt, dürfte auch er regelmäßig anschreiben.
Und dann ist da natürlich noch Cristiano Ronaldo. Auch jenseits der 40 bleibt CR7 ein Phänomen – vor allem durch seine Präsenz im Strafraum und seine Kaltschnäuzigkeit vom Punkt. Sollte Portugal weit kommen und Ronaldo eine zentrale Rolle einnehmen, ist selbst ein spätes Kapitel in seiner WM-Karriere mit einigen Treffern alles andere als ausgeschlossen.
Fazit: Der Goldene Schuh wird durch mehrere Faktoren entschieden: Eine starke Gruppenphase, möglichst viele Spiele durch einen tiefen Turnier-Run und die Fähigkeit, auch in engen K.o.-Duellen zu treffen. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Fazit: Früher Einstieg, große Chancen
Deutschland bringt einige spannende Kandidaten ins Rennen – vom klassischen Neuner wie Woltemade oder Havertz bis hin zu offensiven Allroundern wie Wirtz und Gnabry.
Entscheidend wird sein, wer sich im Turnierverlauf als Stammkraft etabliert und konstant liefert. Denn klar ist: Wer viele Spiele macht, hat auch die besten Chancen auf die Torjägerkrone.
Für Tipper lohnt sich schon jetzt ein Blick auf die Langzeitmärkte bei bwin. Gerade bei Außenseitern wie Sané oder Undav könnten sich früh gesicherte Quoten auszahlen.
Die WM 2026 verspricht Tore, Drama und große Geschichten und vielleicht ja auch einen deutschen Torschützenkönig. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich festzulegen.









