Rekord-Torjäger, Rekord-Spieler, Rekord-Trainer: Diese Bestmarken könnten bei der WM 2026 fallen
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird Geschichte schreiben und zwar noch bevor der Ball rollt. 48 Teams, 104 Spiele, drei Gastgeberländer: Das XXL-Turnier bietet mehr Bühne denn je für Legenden, Torjäger und Überraschungen. Genau deshalb stehen viele der ehrwürdigsten Bestmarken der WM-Geschichte erstmals seit Jahrzehnten ernsthaft unter Beschuss. Wir schauen uns an, welche Rekorde bei der WM 2026 fallen könnten und was das für WM-Wetten bei bwin bedeutet.

Kloses Torrekord wackelt: Mbappé und Messi auf der Jagd
Miroslav Klose ist der ewige Torschützenkönig der WM-Geschichte: 16 Treffer über vier Turniere (2002–2014) – eine Marke, die lange unantastbar schien. Doch mit der Erweiterung auf 48 Teams und bis zu acht Spielen pro Finalist könnte 2026 das Jahr sein, in dem der Rekord fällt. Klose selbst glaubt daran:
Ich bin sicher, dass mein Torrekord bald gebrochen wird. Entweder schafft es Lionel Messi bei dieser WM, oder spätestens Kylian Mbappé bei der nächsten.
Mbappé steht derzeit bei 12 WM-Toren nach zwei Turnieren und bräuchte nur vier weitere Treffer, um den Rekord des Deutschen einzustellen. Messi liegt bei 13 Toren. Das Duell um Kloses Erbe wird eines der meistbeachteten Narrative des Turniers sein.
"La Pulga" wird Klose aller Voraussicht nach noch einen weiteren Rekord wegschnappen. Der Ex-DFB-Stürmer hält nämlich bei 17 Siegen bei Weltmeisterschaften. Messi hat 16 in der Tasche und wird die Bestmarke mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach Südamerika zurückholen, wenn sein Team in Gruppe J auf Algerien, Österreich und Jordanien trifft. Außerdem könnte Messi den Uralt-Rekord des Brasilaners Rivellino knacken, der fünfmal von außerhalb des Strafraums traf. Der MLS-Legionär hält bei vier Distanztreffern (2014 gegen Bosnien, den Iran und Nigeria, 2022 gegen Mexiko)
Fakt am Rande: Zwischen Messi und Klose liegen aktuell noch Ronaldo (15 Tore) und Gerd Müller (14 Tore). Unter den Aktiven sind der Argentinier und der Franzose mit Abstand die erfolgreichsten Torschützen. Dahinter folgen Neymar, Harry Kane und Cristiano Ronaldo mit 8 Treffern.
Ronaldo und das Tor bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften

Cristiano Ronaldo hat bereits bei fünf aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften getroffen – ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Spieler in der Geschichte des Turniers vorweisen kann. Tritt er 2026 an und erzielt einen Treffer, würde er als einziger Spieler aller Zeiten bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen haben. Aktuell gibt es noch nicht einmal einen Spieler, der bei sechs Turnieren in Folge dabei war. Ronaldo und Messi teilen sich mit je fünf Teilnahmen den aktuellen Rekord mit Antonio Carbajal, Lothar Matthäus, Rafael Márquez, Andrés Guardado, Gianluigi Buffon und Guillermo Ochoa.
Der Portugiese könnte mit 41 Jahren also erneut Geschichte schreiben. Allerdings erwies sich CR7 bei Weltmeisterschaften bisher nur in der Gruppenphase treffsicher. Alle acht Treffer, die er auf der größten Fußball-Bühne erzielt hat, gelangen ihm in den Gruppenspielen. In der K.o.-Phase ist der Saudi-Pro-League-Legionär noch auf der Suche nach seiner Tor-Premiere.
König Otto wird alt aussehen: Koubek jagt Rekord

Nicht nur auf dem Platz, auch an der Seitenlinie könnten bei der WM 2026 die Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Otto Rehhagel hält seit 2010 den Rekord als ältester Trainer bei einer WM-Endrunde. „König Otto" war damals 71 Jahre alt, als er mit Griechenland in Südafrika gegen das von Diego Maradona angeführte Argentinien antrat. Eine Leistung, die ihm bis heute niemand streitig gemacht hat.
Doch gleich zwei Männer könnten das 2026 ändern: Miroslav Koubek, der erst im Dezember das Amt des tschechischen Nationaltrainers übernahm und die Mannschaft sensationell durch die Play-offs gegen Irland und Dänemark zur ersten WM-Teilnahme seit 2006 führte, wird beim Turnier 74 Jahre alt sein. Genauso alt ist auch Hugo Broos, Trainer von Südafrika. Koubek ist aber knapp ein halbes Jahr älter als sein südafrikanisches Pendant. Damit stehen gleich zwei ernstzunehmende Kandidaten bereit, Rehhagels Rekord zu brechen – ein stiller Wettkampf an der Seitenlinie, der zeigt: Bei einer WM kann man in jedem Alter Geschichte schreiben.
Und es könnte gleich ein zweiter Trainer-Rekord in Nordamerika fallen: Der legendäre Helmut Schön, der Deutschland 1974 als Coach zum zweiten Stern führte, hält mit 25 WM-Spielen als Trainer seit einem halben Jahrhundert die Bestmarke. 2026 könnte diese fallen. Nämlich dann wenn Frankreich unter Didier Deschamps mindestens ins Viertelfinale einzieht. Der Weltmeister-Trainer von 2018 stand 19-mal bei einer Endrunde für Frankreich an der Seitenlinie. Kommen sieben oder mehr Spiele dazu, ist der Schön seinen Fabel-Rekord los.
Die WM mit den meisten Toren aller Zeiten
Mit 104 Spielen im Vergleich zu 64 bei bisherigen Turnieren ist eine Sache bei der WM 2026 praktisch sicher: Der absolute Torrekord wird fallen. Die bisherige Bestmarke liegt bei 172 Toren (WM 2022, Katar). Bei einem Schnitt von 2,69 Treffern pro Partie – der in den letzten Turnieren bemerkenswert stabil geblieben ist – würde die WM 2026 auf rund 280 Tore kommen. Das wäre eine historische Zahl, auch wenn der Schnitt pro Spiel sich kaum verändert. Dazu kommen Gruppenspiele zwischen Topnationen und WM-Debütanten wie Curaçao, Kap Verde oder Usbekistan – Partien, in denen hohe Ergebnisse wahrscheinlich sind.
Pepe zittert, Yamal träumt: Altersrekorde an beiden Enden

Die WM 2026 verspricht ein Feuerwerk an Altersrekorden – an beiden Enden der Skala. Auf der einen Seite: Ein Rekord, der gerne übersehen wird, aber 2026 gleich von drei Männern ins Visier genommen werden könnte: Pepe hält die Bestmarke als ältester Torschütze in der WM-K.-o.-Runde, die er 2022 mit 39 Jahren aufstellte. Sein langjähriger Nationalmannschafts- und Real-Madrid-Kollege Cristiano Ronaldo – den er öffentlich seinen „Bruder" nennt – wäre mit 41 Jahren der heißeste Anwärter, ihm diesen Rekord zu entreißen. Aber Ronaldo ist nicht allein auf der Jagd: Luka Modrić, der im September 2025 seinen 40. Geburtstag feierte, und der bosnische Stürmer Edin Džeko, der im März 2026 ebenfalls 40 wurde, sind weitere Kandidaten, die Pepes Marke übertreffen könnten. Die Voraussetzung ist bei allen dieselbe: das Weiterkommen in der Gruppenphase und dann ein Tor im richtigen Moment. Ein stiller Wettbewerb der Veteranen – aber mit dem Potenzial, eine der charmantesten Randgeschichten der WM 2026 zu werden.
Auf der anderen Seite: Lamine Yamal, der im Juli 2026 gerade 19 Jahre alt wird. Der Barça-Star wurde bei der EM 2024 mit 17 Jahren und einem Tag zum jüngsten Spieler der Geschichte in einem EM- oder WM-Finale und löste dabei Pelé ab. Sollte Yamal bei der WM 2026 als bester Spieler den Goldenen Ball gewinnen, würde er mit 19 Jahren den bisherigen Rekord des jüngsten Golden-Ball-Gewinners – Ronaldo Nazário, der ihn 1998 mit 21 Jahren gewann – um drei Jahre unterbieten. Ein Rekord mit absolutem Jahrhundert-Charakter. Weitere Kandidaten um O Fenômeno den Altersrekord zu entreißen: Lennart Karl, Désiré Doué, Nico Paz, Pau Cubarsí und einige weitere.
Courtois auf Rekordjagd: Cleansheets und WM-Einsätze
Auch zwischen den Pfosten könnte die WM 2026 Geschichte schreiben: Der belgische Hüne Thibaut Courtois ist gleich auf zwei Rekordkursen. Erstens die Bestmarke der meisten Spiele ohne Gegentor: Peter Shilton stellte sie 1990 auf, Fabien Barthez egalisierte sie 2006 – beide hielten jeweils zehnmal die Null. Courtois kommt mit sieben Partien ohne Gegentor ins Turnier und trifft in der Gruppe G auf Ägypten, den Iran und Neuseeland – eine Konstellation, die ihm realistische Chancen bietet, die drei fehlenden Cleansheets zu sammeln und zu den beiden Legenden aufzuschließen.
Zweitens jagt Courtois den Rekord des Franzosen Hugo Lloris, der mit 20 WM-Einsätzen der Torhüter mit den meisten Spielen in der Geschichte des Turniers ist – vor Manuel Neuer (19). Fünf weitere Partien fehlen Courtois noch und sollte Belgien tief ins Turnier vordringen, wäre auch das in greifbarer Nähe. Für einen Torhüter gleich zwei historische Marken im Visier: Das macht Courtois zu einer der spannendsten Einzelstorys der WM 2026. Hinter dem Einsatz des Real-Madrid-Schlussmanns steht allerdings noch ein kleines Fragezeichen. Der 33-Jährige verpasste den Endspurt in LaLiga und Champions League aufgrund eines Muskelrisses.
Ebenfalls noch Ambitionen auf den Rekord melden Uruguays Fernando Muslera (16) und Englands Jordan Pickford (12) an.
Die deutschen Giganten

Deutschland und Rekorde: Ein besonders kurioses Kapitel schrieb die Mannschaft bei der WM 2014 in Brasilien. Als Joachim Löw gegen Portugal seine Viererkette mit Per Mertesacker (1,98 m), Jérôme Boateng (1,92 m), Mats Hummels (1,91 m) und Benedikt Höwedes (1,87 m) aufstellte, kam die Defensive zusammen auf exakt 7,68 Meter – ein neuer Rekord für eine WM-Viererkette und in etwa so hoch wie ein zweistöckiges Haus. Löw erklärte damals:
Ich glaube, dass die Körpergröße wichtig ist. Das ist nicht nur in einigen Defensivsituationen entscheidend, sondern auch bei Standardsituationen hilfreich.
Toni Kroos, mit 1,83 m selbst einer der „Kleinen" im Team, pflichtete bei:
Ich denke, das ist ein Vorteil. Wir haben viel an Standardsituationen gearbeitet.
Bereits in der 32. Minute des Turniers zahlte sich das aus – Hummels köpfte nach einem Kroos-Eckball zum 1:0 gegen Portugal ein, am Ende stand ein 4:0. Deutschland war mit einem Schnitt von 1,853 m das größte Team des Turniers und die Giganten in der Defensive bildeten das Fundament für den vierten WM-Titel. Im aktuellen Kader befinden sich mit Jonathan Tah (1,95 m), Antonio Rüdiger (1,90 m), Waldemar Anton (1,89 m), Nico Schlotterbeck (1,91 m) oder Malick Thiaw (1,94 m) ebenfalls einige großgewachsene Spieler. Ein gutes Omen?
Fazit: WM 2026 – Ein Rekord-Turnier mit Ansage
Die WM 2026 ist kein normales Turnier. Es ist die größte Fußball-Weltmeisterschaft, die je gespielt wurde und die Chancen, dass wir dabei Zeuge historischer Momente werden, stehen so gut wie nie. Ob Mbappé und Messi Klose überholen, Courtois gleich zwei Torhüter-Rekorde knackt oder Ronaldo mit 41 Jahren als ältester Torschütze der K.o.-Runde in die Geschichte eingeht: Dieses Turnier hat das Potenzial, neue Heldenstorys zu schreiben.
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