Finale furioso? Freiburg träumt vom Europa-League-Coup
Die Breisgauer schreiben Geschichte. Am 20. Mai 2026 steht der SC Freiburg erstmals in einem europäischen Finale. In Istanbul, am Ufer des Bosporus, warten die Engländer von Aston Villa im Endspiel der Europa League. Das ist kein gewöhnliches Spiel. Das ist der absolut größte Moment in der Geschichte des Sportclubs. Ein Verein, der 2015/16 noch in der 2. Bundesliga spielte und für den das Bundesliga-Mittelfeld lange das Höchste der Gefühle war, tritt nun auf der allerhöchsten europäischen Bühne an. Für Freiburg-Fans ist das schlichtweg unwirklich und gleichzeitig absolut verdient.
Freiburg und Aston Villa sind sich in ihrer gesamten Vereinsgeschichte noch nie in einem Pflichtspiel begegnet. Ein historisches Aufeinandertreffen von Beginn an. bwin ist mittendrin statt nur dabei. Die besten Quoten und exklusivsten Price Boosts zum Finale findest Du nur bei uns. Genauso wie alle Infos rund um das Spiel.

Die Key Facts zum Spiel auf einen Blick
Datum: Mittwoch, 20. Mai 2026
Anstoß: 21:00 Uhr (MESZ)
Ort: Istanbul, Türkei
Stadion: Beşiktaş Stadion (Tüpraş Stadyumu) – Fassungsvermögen: ca. 42.684 Plätze
Titelverteidiger: Tottenham Hotspur (Sieg 2024/25 gegen Manchester United)
Rekordsieger Europa League / UEFA-Pokal: FC Sevilla (7 Titel)
Schiedsrichter: François Letexier (Frankreich) – leitete bereits das EM-Finale 2024 zwischen Spanien und England
Was winkt dem Sieger: Startplatz in der UEFA Champions League 2026/27 + Teilnahme am UEFA Super Cup 2026
Der Weg ins Finale: Wie Freiburg und Aston Villa nach Istanbul kamen
SC Freiburg: Die märchenhafte Europa-Reise der Breisgauer

Der SC Freiburg qualifizierte sich als Tabellenfünfter der Bundesliga 2024/25 direkt für die Europa League. In der Ligaphase bekamen es die Breisgauer mit acht verschiedenen Gegnern zu tun: FC Basel, RB Salzburg, Maccabi Tel Aviv und FC Utrecht zu Hause, dazu Auswärtsspiele bei OSC Lille, OGC Nizza, Viktoria Pilsen und FC Bologna.
Das Ergebnis war sensationell: 5 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage – einzig am letzten Spieltag bei Lille unterlagen die Freiburger 0:1 nach einer Roten Karte für Eggestein. Dennoch schloss Freiburg die Ligaphase auf Platz 7 ab – damit war der direkte Einzug ins Achtelfinale gesichert, ohne Playoffs.
In der K.o.-Phase legte das Team von Julian Schuster dann erst richtig los:
Achtelfinale vs. KRC Genk (Belgien): Im Hinspiel in Genk gab es zunächst eine 1:0-Niederlage. Im Rückspiel drehte Freiburg auf spektakuläre Weise auf – ein 5:1-Heimsieg sicherte das Weiterkommen mit einem Gesamtscore von 5:2.
Viertelfinale vs. Celta Vigo (Spanien): Diesmal dominierte Freiburg beide Partien. Das Hinspiel endete 3:0 für Freiburg, auch das Rückspiel in Spanien wurde mit 3:1 gewonnen. Ein eindrucksvoller 6:1-Gesamtsieg über den spanischen LaLiga-Vertreter.
Halbfinale vs. SC Braga (Portugal): Das dramatischste Kapitel. Im Hinspiel in Portugal kassierte Freiburg eine 1:2-Niederlage. Im Rückspiel im ausverkauftem Europa-Park-Stadion folgte einer der emotionalsten Abende der Vereinsgeschichte: Lukas Kübler (18., 72.) und Johan Manzambi (41.) trafen zum 3:1 – Gesamtergebnis 4:3, Freiburg im Finale!
Freiburg in der Europa League 2025/26:
Geschossene Tore: 25
Kassierte Tore: 10
In 4 von 6 K.o.-Spielen erzielte Freiburg 3 oder mehr Tore
1.616 Kilometer gelaufen (115 pro Spiel)
Aston Villa: Der Weg zur ersten Europa-League-Endspielteilnahme

Aston Villa startete als Sechster der Premier League 2024/25 in die Europa League. Ebenfalls direkt. Die Qualifikation ersparte man sich. Die Villans fegten durch die Ligaphase wie ein Wirbelwind: 7 Siege, 1 Niederlage – Platz 2 in der Gesamttabelle der Ligaphase, punktgleich mit Olympique Lyon auf Rang 1. Direkter Einzug ins Achtelfinale.
Und auch in der K.o.-Phase untermauerte das Team aus Birmingham seine Favoritenrolle:
Achtelfinale vs. OSC Lille (Frankreich): Villa startete auswärts mit einem 1:0, gewann das Rückspiel 2:0. Gesamtergebnis 3:0.
Viertelfinale vs. FC Bologna (Italien): Eine Gala-Vorstellung. Auswärts gewann Villa 3:1, im Rückspiel folgte ein 4:0. Ein fulminanter 7:1-Gesamtsieg, der aufhorchen ließ.
Halbfinale vs. Nottingham Forest (England): Das rein englische Duell. Im Hinspiel in Nottingham verlor Villa knapp 0:1. Die erste Niederlage in der K.o.-Phase. Doch zu Hause revanchierte sich das Emery-Team mit einem überzeugenden 4:0 – Gesamtergebnis 4:1, Finale!
Aston Villa in der Europa League 2025/26:
Geschossene Tore: 28 (Spitzenwert!)
Kassierte Tore: 8
Aston Villa gewann 12 von 14 Spielen in der EL
1.409 Kilometer gelaufen (101 pro Spiel)
Die Saisons im Überblick
SC Freiburg in der Bundesliga & im DFB-Pokal

Die Breisgauer lieferten eine der besten Saisons der Vereinsgeschichte ab – gleichzeitig auf drei Hochzeiten tanzend. In der Bundesliga belegte Freiburg am Ende Rang 7 – kein Spitzenplatz, aber angesichts der enormen europäischen Belastung mehr als respektabel. In der kommenden Saison spielt man zumindest in der Conference League europäisch. So viel ist schon einmal sicher. Toptorschütze war Igor Matanović mit 15 Toren in allen Wettbewerben, gefolgt von Vincenzo Grifo mit insgesamt 14 Treffern.
Im DFB-Pokal lief es ebenfalls gut: Freiburg schlug Sportfreunde Lotte (2:0), Fortuna Düsseldorf (3:1), SV Darmstadt (2:0) und eliminierte Hertha BSC im nervenaufreibenden Elfmeterschießen (5:4) im Viertelfinale. Im Halbfinale gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart war dann im Drama nach Verlängerung Endstation – 1:2 n.V., ein bitterer Moment samt umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen. Aber zwei Halbfinali in zwei verschiedenen Wettbewerben: Das muss erstmal einer nachmachen.
Aston Villa in der Premier League, FA Cup & EFL Cup

Aston Villa absolvierte einmal mehr eine starke Saison in England. In der Premier League liegt man einen Spieltag vor Schluss auf Rang 4. Die Qualifikation für die Champions League ist somit bereits fixiert – auch wenn Villa am letzten Spieltag noch bei Man City gastiert und von Liverpool (gegen Brentford) auf Rang 5 verdrängt werden könnte. Dank des 4:2-Sieg gegen ebenjene Reds am 36. Spieltag ist der CL-Platz offiziell gesichert. Eine starke Winterserie – acht Siege in Folge zwischen Weihnachten und Januar – legte den Grundstein für den Erfolg.
Im FA Cup schied Villa früh aus (vierte Runde gegen Newcastle). Im EFL Cup (Carabao Cup) folgte ebenfalls ein frühes Out nach Elfmeterschießen gegen Brentford. Villa konzentrierte sich damit voll auf die Premier League und Europa League und das mit beeindruckendem Erfolg.
Die Schlüsselspieler im Finale
SC Freiburg

Igor Matanović: Freiburgs gefährlichster Angreifer. Der 1,93-m-Stürmer erzielte 15 Saisontore und ist besonders bei Standards brandgefährlich.
Noah Atubolu: Freiburgs starker Rückhalt im Tor. Der junge Keeper glänzte bereits mehrfach in der Europa League und ist Teil des erweiterten DFB-Kaders für die WM.
Vincenzo Grifo: Kapitän und kreativer Kopf. Mit 14 Toren sowie gefährlichen Standards jederzeit spielentscheidend.
Matthias Ginter: Der erfahrene Abwehrchef sorgt für Stabilität und Torgefahr bei Standards.
Johan Manzambi: Freiburgs Top-Talent. Schnell, technisch stark und aktuell in bestechender Form.
Maximilian Eggestein: Motor im Mittelfeld, zweikampfstark und enorm laufintensiv.
Lukas Kübler: Doppeltorschütze im Halbfinale gegen Braga.
Aston Villa

Ollie Watkins: Villas Topstürmer mit starker Premier-League-Saison und enormer Effizienz vor dem Tor.
Emiliano Martínez: Der argentinische Weltmeister und ehemalige Welttorhüter ist ein herausragender Keeper – besonders im Elfmeterschießen.
Morgan Rogers: Kreativer Offensivspieler mit Tempo und Zug zum Tor.
John McGinn: Kapitän, Führungsspieler und emotionaler Antreiber im Mittelfeld.
Ezri Konsa: Defensivanker der Villa-Abwehr – robust, kopfballstark und schwer zu überwinden.
Die Trainer: Der Europacup-Guru trifft auf das Freiburger Urgestein
Unai Emery: Der Europa-League-Flüsterer

Unai Emery ist der Mann schlechthin, wenn es um die Europa League geht. Der 54-jährige Spanier steht in Istanbul zum sechsten Mal in seiner Karriere in einem EL-Finale und hat bisher vier von fünf gewonnen. Mit dem FC Sevilla holte er den Titel dreimal in Folge (2014, 2015, 2016), mit dem FC Villarreal triumphierte er 2021. Einzig mit dem FC Arsenal verlor er 2019 das Finale gegen Chelsea. Von 108 Europa-League-Spielen hat der Spanier nur 15 verloren – eine nahezu unfassbare Quote.
Emery wäre mit einem Sieg der erste Trainer, der die Europa League mit drei verschiedenen Vereinen gewonnen hat. Die Geschichte spricht klar für ihn – doch Freiburg hat dieses Jahr keine Angst vor großen Namen.
Julian Schuster: Das Freiburger Urgestein

Kaum einer verkörpert den SC Freiburg mehr als Julian Schuster. Als Spieler war er zehn Jahre für den Sportclub aktiv, dann wurde er Assistent unter der Legende Christian Streich. Seit 2024 ist er Cheftrainer. Erst in seiner zweiten Saison als Chefcoach führt er Freiburg in das erste europäische Finale der Vereinsgeschichte.
Schuster hat dem Team seinen Stempel aufgedrückt: intensiver Pressing-Fußball, mutige Offensive, klare Strukturen – die "Breisgau-Brasilianer" sind zurück in ihrer besten Form. Seine Lieblingsworte nach dem Halbfinaleinzug: "Wir haben es alle zusammen geschafft." Das ist Freiburg-DNA pur. Die Fans lieben und besingen ihn. Oh Julian Schuster. Du alter Gauner.
EL-Endspiele im Überblick: Was die Geschichte über das Finale verrät
Das Endspiel am 20. Mai 2026 ist das 55. Finale des Wettbewerbs (seit 1971/72 als UEFA-Pokal, seit 2009/10 als Europa League). bwin wirft einen Blick auf die wichtigsten Eckdaten und spektakulärsten Momente der Finalhistorie:
Rekordsieger und Rekordsiege

Der FC Sevilla ist mit 7 Titeln unangefochtener Rekordsieger. Inter Mailand, Liverpool, Juventus, Atlético Madrid und zuletzt Tottenham Hotspur folgen mit je 3 Titeln. Der Rekordsieger feierte auch den höchsten Final-Erfolg: Die Andalusier schlugen Middlesbrough 2006 mit 4:0.
Das spektakulärste Endspiel der Geschichte lieferten sich Liverpool und Alaves mit sensationellen 9 Toren (5:4 für Liverpool) 2001. Das Golden-Goal-Siegtor fiel in der Verlängerung durch Delfí Geli – unvergessen bis heute. Doch es geht auch anders: Gleich zweimal endeten Endspiele torlos nach 90 Minuten: Galatasaray – Arsenal (2000) und Sevilla – Benfica (2014) – beide wurden erst im Elfmeterschießen entschieden.
Insgesamt 6 Finals wurden vom Punkt entschieden (2000, 2007, 2014, 2021, 2022, 2023). Das dramatischste: Villarreal schlug Manchester United 2021 im Shoot-out mit 11:10. United-Goalie David de Gea verschoss – nach zuvor 21 verwandelten Strafstößen in Folge.
England gegenüber Deutschland im Vorteil
England ist mit zehn Siegen hinter Spanien die zweiterfolgreichste Nation im zweithöchsten europäischen Wettbewerb. Tottenham (3), Liverpool (3), Chelsea (2), Manchester United (1) und Ipswich Town fuhren die Titel für das Mutterland des Fußballs ein. Zudem standen mit Arsenal (2), den Wolves, Middlesbrough und Fulham vier weitere Teams in Europa-League-Endspielen.
Deutschland folgt in der ewigen Rangliste hinter Italien auf Rang vier. Die Triumphe gehen auf das Konto von Borussia Mönchengladbach (2), Eintracht Frankfurt (2), Bayer Leverkusen (1), Bayern München (1) und Schalke 04 (1). Deutschland ist auch die einzige Top-4-Nation, die mehr Final-Niederlagen als Siege vorzuweisen hat. Borussia Dortmund (2), der Hamburger SV, der 1. FC Köln, der VfB Stuttgart und Werder Bremen verloren ihre Endspiele allesamt. Zudem kassierten auch Gladbach (2) und Leverkusen (1) bereits Final-Niederlagen. Freiburg möchte diese Bilanz aufbessern.
Ein deutsch-englisches Finale gab es in der Geschichte des Bewerbs nur ein einziges Mal. 1973 setzte sich Liverpool mit einem Gesamtscore von 3:2 – das Finale wurde damals noch mit Hin- und Rückspiel gespielt – gegen Borussia Mönchengladbach durch.
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Fazit: Istanbul ruft und Freiburg ist bereit!

Stellt euch das mal vor: Ein Verein, der noch vor zehn Jahren um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfte, steht jetzt im Finale der Europa League. In Istanbul. Gegen Aston Villa. Gegen Unai Emery, den viermaligen Europa-League-Sieger. Und trotzdem sind die Breisgauer nicht da, um Kulisse zu sein.
Freiburg hat in dieser Saison Genk, Celta Vigo und Braga aus dem Wettbewerb gekegelt. Sie haben Tore geschossen, gekämpft, sich zurückgekämpft und dabei immer das große Ganze im Blick behalten. Julian Schuster hat ein Team geformt, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Und Spieler wie Manzambi, Matanović, Grifo und Atubolu sind bereit für den ganz großen Moment.
Villa ist Favorit – das stimmt. Aber im Fußball sind es oft genau die Außenseiter, die am Ende die Trophäe in die Höhe recken. Und wäre es nicht die schönste Geschichte des europäischen Fußballs 2026, wenn die "Breisgau-Brasilianer" am Bosporus ihren ersten Europapokal gewinnen?
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